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Archive for the ‘Stiller Schrei - Momente im Leben’ Category

Geschützt: Kapitel 2: Die Geburt

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  • Filed under: Stiller Schrei - Momente im Leben
  • Kapitel 1: Der weiße Raum

    Leise Musik durchdrang den Raum. Es roch nach Jasmin. Ein Duft der sanft in der Luft lag. Das kleine Zimmer war in blaues und gelbes Licht getaucht. Die Farben reflektierten von den weißen Wänden. Sechs Quadratmeter Fläche und in der Mitte ein Bett. Kopfkissen und Zudecke waren in weißen Stoff gehüllt und auch die Matratze umschlang ein weißes Laken.
    Kein Stuhl und kein Tisch, kein Nachtschrank oder sonstige Möbel waren in diesem Zimmer. Nur das Bett, das einsam in der Mitte stand. Der Boden war mit weißen Kacheln gefliest und vermochte dem Ganzen keine Wärme zu schenken.
    Und dennoch war es Luxus. Luxus in einer Welt, die keinen Wert mehr kannte. Reichtum in einer Zeit, wo es keinen Menschen mehr gab, der Liebe mehr schenkte oder schenken konnte.
    Es war ein kalter, verregneter Dienstagabend, aber in diesen vier Wänden war es egal, denn kein Fenster eröffnete einen Blick nach draußen. Es war auch unerheblich für den Gast des heutigen Abends. Nicht der Regen, noch die Kälte hatte an diesem Abend für ihn eine Bedeutung. Es zählte nichts mehr, außer der Duft von Jasmin und die leise Musik, das gedämpfte farbige Licht und das weiße Bett. Es waren diese Dinge, die nun noch wichtig waren, denn alles andere verschob sich weit nach hinten. Unwirklich und Unwichtig. Diese sechs Quadratmeter waren das Ziel. Das Ziel, dass in zwei Stunden erreicht werden würde. Zeit genug für einen Rückblick? Zeit genug fünfundfünfzig Jahre zu betrachten? Zwei Stunden mussten genügen, denn der Entschluss stand fest und nichts würde Alric davon überzeugen sein Vorhaben zu ändern.
    Und so legte sich Alric in das Bett, dass in der Mitte des Zimmers stand, nicht ohne, dass er sich vorher seine Schuhe abstreifte. Er legte sich auf die Decke und sein Kopf sank langsam in das Kissen. Seine Hände faltete er über seinem Bauch und sein Blick richtete sich an die Decke. Tief atmete er durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Er versuchte seinen Körper zu entspannen. Seine Muskeln gaben langsam nach und sein Körper sank weiter in das Bett hinein. Es waren seine letzten zwei Stunden und diese hundertzwanzig Minuten wollte er bewusst wahrnehmen. Und so lauschte er der leisen Musik und atmete den Duft von Jasmin ein. Alric schloss die Augen und langsam wurde er eins mit dem Raum.
    An diesem kalten und nassen Aprilabend würde er sein Schicksal bestimmen.

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    Wie schwer ist es ein Buch zu schreiben? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. Ich bin nicht der grosse Leser. Hierzu fehlt mir die innere Ruhe. “Schreib doch mal ein Buch”. So oder so ähnliche Kommentare bekam ich schon des öfteren zugeschickt. Insgeheim lächelte ich darüber. Ich? Mit meiner Rechtschreibung und mit meinem verworrenen Satzbau. Reicht meine Fantasie dazu überhaupt aus?
    Zweifel darüber, ob meine Ausdauer im Schreiben anhält. Ungewissheit über das Thema. Die Frage für was und wen ich ein Buch schreiben soll.

    Viele Fragen! Und dann fiel an einem Donnerstag im April die Entscheidung. Ich werde es versuchen. Ich werde es angehen. Werde versuchen durch zu halten den Faden nicht zu verlieren. Ob meine Fantasie ausreicht wird sich zeigen.

    Das Thema meines Buches ist gefunden und dem werten Leser soll gesagt sein, dass das Ende nicht feststeht. Das Ende wird jeden Tag neu geschrieben und wenn der Tag gekommen ist, an dem das letzte Kapitel fertig geschrieben ist werde auch ich wissen wie dieses Buch enden wird.

    Dieses Buch widme ich auch jemand. Auch wenn noch nicht viel vorhanden ist, ausser einer Idee und den ersten paar Sätzen, so war eine bestimmte Person der Auslöser. Dieser Jemand liest für ein Leben gern. Ich werde an keinen ihrer Lieblingsautoren nur antippen können. Ich werde bestimmt langweilig wirken, aber ich werde es dennoch tun.

    Hauptperson meines Buches ist Alric. Alric ist ein Mann, der kurz vor dem Ende seines Lebens steht und dieses nun revue passieren lässt. Zwei Stunden bleiben ihm noch. Zwei Stunden für ein Leben mit Höhen und Tiefen. Zwei Stunden für fünfundfünzig Jahre.
    Alric hat sich diesen Zeitpunkt selbst ausgesucht und wenn diese zwei Stunden zu Ende sind wird er frei sein…. unendlich frei.

    Liebe Leser… da dieses Buch von jemand geschrieben wird, der kein Profi ist und der auch keinen Lektor hat, so bitte ich Rechtschreibfehler zu überlesen.

    Die einzelnen Kapitel werden immer erst nach Fertigstellung und nochmaligem Lesen freigegeben.

    Es ist schwer, Mensch zu bleiben, wenn ringsum alles, auch das eigene Schicksal, in Schutt und Asche fällt.
    Aus: Anna Politkovskaja: Tschetschenien, die Wahrheit über den Krieg

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